Juditha - ja, mit a am Ende

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Wenn man auf einmal viel freie Zeit hat

Dank meiner Knie-OP hab ich ja grade Zwangsurlaub. Hört sich so erstmal gut an, in Wirklichkeit aber ist es alles andere als lustig. Warum?

Also als erstes schmerzt das Knie, gut, ok, ist ja auch erst ne Woche her. Dann schmerzen die Hände vom Krückenlaufen. Hab mir heute meine erste Wasserblase am Handballen erkrückt. Dadurch ist mein Bewegungsradius enorm eingeschränkt. Ich meine, man überlegt es sich schon mehr als einmal, ob man die drei Stockwerke wirklich mehr als einmal am Tag auf sich nehmen muss... Zum Glück hab ich ja viele Freunde, die mich auch hier in meinem Gefängnis besuchen

Daran angelehnt  fällt auf einmal auf, wie klein meine Wohnung ist und wie schlecht ich mich hier alleine beschäftigen kann, ohne dass mir die Decke auf den Kopf fällt oder ich meine Arbeit sehr vermisse! Und man könnte ja meinen, da will ein Hasi freiwillig forschen in der Krankheitszeit und da würden sich die zuständigen OAs freuen. Aber nein... Wieder keine Beschäftigung... Mist!

Und dann kommt zu allem Überfluss noch so ein kleines bisschen, wirklcih dumer, noch nicht mal wirklich realer Liebeskummer dazu. Gestern langer Chat mit Ard, viele südamerikanische Gefühle, völlige Ungewissheit, völlige Unsicherheit, Schmetterlinge, Knoten, das Gefühl mich unnötiger und sinnloser Verletzbarkeit auszusetzen....

Und nu? Kopf hoch! Think positive! Jeder Tag kann nur besser werden! Pläne schmieden, Putzfrau suchen, Hochzeit für meinen Bruder planen!

2 Kommentare 3.5.10 21:31, kommentieren

Neue Wege

Diese Woche hab ich zwar meinen verloren gegangenen Spirit nicht wiedergefunden, zumindets nicht in Box 9/10, aber ich hab den Weg zurück zu mir und meinen Stärken gefunden.

Vielleicht spielen auch die ersten Sonnenstrahlen eine Rolle dabei, aber es geht mir wieder gut! Manchmal hilft so ein, wenn auch nicht ganz freiwilliger Abstand zu vielen Dingen einfach wieder den richtigen Blick auf das wesentlich zu haben. Was das ist? Ich! Mein Leben! Nicht die Arbeit! Kein Kerl!

Hört sich gut an? Fühlt sich gut an! Ich bin wieder bei mir angekommen, da wo ich vor knapp einem Jahr nach meiner fenomenalen Auszeit schon mal war. Das verlangt jetzt zwar hin und wieder Egoismus und ich hoffe, dass ich keinem dabei auf die Füße trete. Aber nur so wird aus mir das, was ich sein will und womit ich mich wohl fühle!

Gestern haben Daniel und ich den ersten Schritt in Richtung Befreiung getan, einen Pakt geschlossen allen denen ans Bein zu pinkeln, die jetzt meinen uns immer nur auf den Kopf schlagen zu müssen. Wir nehmen unser "Schicksal" jetzt selber in die Hand, mal sehen, wie das klappt Ich meine, schlimmsten Falls muss ich mir ne neue Stelle suchen, besten Falls ändert sich bei uns was grundlegendes. Nur wieder wegziehen, das will ich jetzt irgendwie nicht schon wieder. Und hier schlägt der Pott-Bonus voll zu. Ich kann in etwa fünf anderen Städten auch arbeiten und trotzdem hier wohnen bleiben und so die Verbindung zu meiner Familie und die vielen neuen Freunde und Bekannten nicht gleich wieder verlieren. Dann fehlt nur noch die kleine Sandra hier und es wär perfekt!

Und sonst? Bald gibts neue Möbel und ein Klavier!!!!!

Kiss the orbit *

20.5.10 14:54, kommentieren

the bright side of life

Also dieses Wochenende war ich wohl definitiv on the bright side of life!

Angefangen mit meinen ersten Schritten ganz ohne Krücken über den Markt bei tollem Sonnenwetter über frische Erdbeeren mit Schlagsahen auf meinem Balkon mit der kleinen Sandra und der netten Gesellschaft von Sebastian und Daniel beim Feierabendbier. Und dann war da noch Schitzens Geburtstatgsfeier - großes Kino, deutlich zu viel Alkohol und leider am nächsten Morgen ein dickes Knie...

Und am Sonntag der erste Sonnenbrand beim Kulturspaziergang über Zeche Zollverein mit Sandra, Currywurst/Pommes und ein Mörcheneis. Abgerundet von einer kleinen Grillsession abends noch!

Warum bin ich also dann schon wieder so trübe? Das liegt an der vielen freien Zeit, die ich zum denken hab und der wenigen wirklich sinnvollen Beschäftigung...

Warum ich trotzdem guter Laune bin? Weil ich mich on the bright side of life befinde und auch nicht vorhabe, hier wieder wegzugehen. Manchmal muss man eben Münchhausen spielen und sich am eigenen Schopf aus dem Trüben ziehen!! Und wenn das nicht klappt... Freunde anrufen!

 

25.5.10 19:58, kommentieren