Juditha - ja, mit a am Ende

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Neue Wege

Diese Woche hab ich zwar meinen verloren gegangenen Spirit nicht wiedergefunden, zumindets nicht in Box 9/10, aber ich hab den Weg zurück zu mir und meinen Stärken gefunden.

Vielleicht spielen auch die ersten Sonnenstrahlen eine Rolle dabei, aber es geht mir wieder gut! Manchmal hilft so ein, wenn auch nicht ganz freiwilliger Abstand zu vielen Dingen einfach wieder den richtigen Blick auf das wesentlich zu haben. Was das ist? Ich! Mein Leben! Nicht die Arbeit! Kein Kerl!

Hört sich gut an? Fühlt sich gut an! Ich bin wieder bei mir angekommen, da wo ich vor knapp einem Jahr nach meiner fenomenalen Auszeit schon mal war. Das verlangt jetzt zwar hin und wieder Egoismus und ich hoffe, dass ich keinem dabei auf die Füße trete. Aber nur so wird aus mir das, was ich sein will und womit ich mich wohl fühle!

Gestern haben Daniel und ich den ersten Schritt in Richtung Befreiung getan, einen Pakt geschlossen allen denen ans Bein zu pinkeln, die jetzt meinen uns immer nur auf den Kopf schlagen zu müssen. Wir nehmen unser "Schicksal" jetzt selber in die Hand, mal sehen, wie das klappt Ich meine, schlimmsten Falls muss ich mir ne neue Stelle suchen, besten Falls ändert sich bei uns was grundlegendes. Nur wieder wegziehen, das will ich jetzt irgendwie nicht schon wieder. Und hier schlägt der Pott-Bonus voll zu. Ich kann in etwa fünf anderen Städten auch arbeiten und trotzdem hier wohnen bleiben und so die Verbindung zu meiner Familie und die vielen neuen Freunde und Bekannten nicht gleich wieder verlieren. Dann fehlt nur noch die kleine Sandra hier und es wär perfekt!

Und sonst? Bald gibts neue Möbel und ein Klavier!!!!!

Kiss the orbit *

20.5.10 14:54, kommentieren

Wenn man auf einmal viel freie Zeit hat

Dank meiner Knie-OP hab ich ja grade Zwangsurlaub. Hört sich so erstmal gut an, in Wirklichkeit aber ist es alles andere als lustig. Warum?

Also als erstes schmerzt das Knie, gut, ok, ist ja auch erst ne Woche her. Dann schmerzen die Hände vom Krückenlaufen. Hab mir heute meine erste Wasserblase am Handballen erkrückt. Dadurch ist mein Bewegungsradius enorm eingeschränkt. Ich meine, man überlegt es sich schon mehr als einmal, ob man die drei Stockwerke wirklich mehr als einmal am Tag auf sich nehmen muss... Zum Glück hab ich ja viele Freunde, die mich auch hier in meinem Gefängnis besuchen

Daran angelehnt  fällt auf einmal auf, wie klein meine Wohnung ist und wie schlecht ich mich hier alleine beschäftigen kann, ohne dass mir die Decke auf den Kopf fällt oder ich meine Arbeit sehr vermisse! Und man könnte ja meinen, da will ein Hasi freiwillig forschen in der Krankheitszeit und da würden sich die zuständigen OAs freuen. Aber nein... Wieder keine Beschäftigung... Mist!

Und dann kommt zu allem Überfluss noch so ein kleines bisschen, wirklcih dumer, noch nicht mal wirklich realer Liebeskummer dazu. Gestern langer Chat mit Ard, viele südamerikanische Gefühle, völlige Ungewissheit, völlige Unsicherheit, Schmetterlinge, Knoten, das Gefühl mich unnötiger und sinnloser Verletzbarkeit auszusetzen....

Und nu? Kopf hoch! Think positive! Jeder Tag kann nur besser werden! Pläne schmieden, Putzfrau suchen, Hochzeit für meinen Bruder planen!

2 Kommentare 3.5.10 21:31, kommentieren

Mal wieder...

... ein Wochenende arbeiten. Mittlerweile normal, Routine. Dienst mit Amir und Sonja. Normalerweise gut, entspannt. Ich kann mich auf die Beiden verlassen. Keine unangenehmen Überraschung. Keine Stolperfallen. Normalerweise.

... um einen Patienten kämpfen, alles geben und trotzdem verlieren. Ihn in die Patho schieben, Todesbescheinigungen ausfüllen, Leichenschau machen.

... Patientenanwalt spielen, versuchen seine Interessen zu erahnen, sein Wohl durchzuboxen gegen andere Disziplinen, eigene Kollegen, Familie und zu verlieren.

... gefrustet nach Hause gehen. Gute Mine zum bösen Spiel machen. Den Kof der harten Realität entgegenrecken. Alpträume haben, durchgeschitzt aufwachen, Angst davor haben zurück in die Klinik zu gehen. Nicht wissen und nicht wissen wollen, was mich dort erwartet.

 

Und jetzt? Wappnen für eine neue Dienstrunde. Den nächsten Kampf. Wachsen an der Frustration. Hoffen, es beim nächsten Mal besser zu machen. Mehr arbeiten, mahr lernen.

Und sonst? Freuen auf Abendessen mit Nina, freuen auf Kaffee trinken mit Angie, freuen auf Urlaub mit Sandra, freuen auf Paintballwochenende mit den Kilnikern. Das hält meinen Kopf oben und meinen Rücken aufrecht und lässt mich den Frust und das Pensum ertragen.

xoxo

12.4.10 13:29, kommentieren

Über die Unzufriedenheit und den Weg back to normal

Draußen regnets den ersten sinnflutartigen Frühlingsregen und anstatt mich darüber gebührend zu freuen, stimmt es mich unzufrieden. Sicher, nach dem fünften Tag Couch-Ruhe und way to many Gilmore Girls ist der Unzufriedenheitslevel ohnehin groß. Erst so krank, dass ich 20 Stunden am Tag geschlafen hab, dann nur noch so krank, dass jede Aktivität außerhalb der Couch zu Hustenanfällen und Schweißausbrüchen führt. Das macht schlicht unzfrieden.

Und dann ist da noch der anstehende Geburtstag. Nicht dass Älterwerden mich sonderlich stört oder mich in Sinnkrisen stürzen würde. Es ist mehr die Tatsache, dass ich schon so erwachsen sein müsste und mich noch nicht bereit dazu fühle. Ich weiß ja noch nicht mal anständig was mit meiner Zeit anzufangen, wenn ich freie davon hab. Sicher, die Arbeit ist gut, ich bin gut. Aber außerhalb davon...

Erster Vorsatz fürs neue Lebensjahr: Gelassenheit. Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann.

Zweiter Vorsatz: Konsequenz. Konsequenz, Dinge zu verfolgen, die ich mir einmal vorgenommen und angefangen habe.

Dritter Vorsatz: Mut. Mut, Dinge anzuegehen, die mein Leben potenziell verändern können.

Damit sollte der Weg zur Normalität und zur Großartigkeit darüber hinaus geebnet sein!

*j*

2 Kommentare 28.3.10 18:57, kommentieren